Das Integrative Aquahandling ist eine Form der Warmwasser-Tiefenentspan-nung.

Im fast körperwarmen Wasser (33° -  36°) sinkt der Klient, mit Hilfe seines Behand-lers, relativ schnell in eine tiefe Entspan-nung, die am Land oft erst nach langem Üben erreicht werden kann.

Die Stille im Wasser, die tragende Atmo-sphäre, das schwerelose Treiben und die Wärme unterstützen den Entspannungs-prozess des gesamten Körpers.

Er wird begleitet durch sanftes Bewegen der Gelenke und Massagen der angespan-nten Muskelpartien.
 

 
Im Verlauf der Behandlung werden so die Ent-spannungszeichen für den Behandler deutlich sichtbar:

Die Atmung wird ruhiger, das Gesicht zeigt weichere Züge, der Puls sinkt, die Bewegungen werden leichter und fließender.

Es scheint als wenn körperliche und seelische Anspannungen sanft gelöst und weggespült werden.

Nicht selten geschieht es, dass der Klient im Laufe der Behandlung in den Armen seines Behandlers einschläft.

Je länger die Behandlung andauert, desto tiefer wird die Entspannung. In der Regel werden etwa 60 min für eine Behandlung angesetzt.
 

     
Interessant dabei ist, das in den Folgebehandlungen der Körper sich an das im Wasser Erlebte erinnert und leicht in die Entspannung hineingleitet, so dass fortgeschrittenere  Übungen aus-probiert werden können.

Mit dem steigenden Vertrauen entwickelt sich oft ein spielerischer Umgang zwischen Behand-ler und Klient, der einen beim Beobachten an einen Tanz erinnern lässt.

Oft ist schon das alleinige Zuschauen ein Genuss.

 

Das Integrative Aquahandling lässt sich in zwei große Bereiche einteilen:

 

1. Die Arbeit über Wasser          
 

 

     
Mit ihr beginnt das Kennenlernen dieser Körpertherapieform, sie leitet jede Behandlung ein.
 
                  Vorrangige Elemente sind:
 
   
 
  • das einfache Halten
  • sanftes Bewegen der Gelenke
  • Massagen der angespannten Muskulatur
 Je nach Entspannungsfähigkeit macht sie zu Beginn den größten Teil oder die gesamte Be-handlung aus.


2. Die Arbeit unter Wasser      
 

 

     
Ist das Vertrauen zwischen Behandler und Klient hergestellt und der Körper bereits in einer tiefen Entspannung, wird ein langsamer Übergang zur Arbeit unter Wasser vollzogen.
 

                                 Weitere Elemente:
 

   
 
  • Abtauchen
  •  unter Wasser liegen
  •  Schrauben
  • Salti und ähnlich Bewegungsmuster
   

 

Wichtig ist, dass die Arbeit unter Wasser in keinem Fall zwingend ist!


Anwendung findet das Integrative Aquahandling in verschiedenen Bereichen:

 
 
 
 
  Wellness

Hier um "sich einfach etwas Gutes zu tun", Entspannung auf eine vollkommen neue Art erleben, Gefühle erfahren die einem ein Lächeln auf das Gesicht und ins Herz zaubern und abtauchen in eine neue unbekannte Welt.

     
Physiotherapie

Die Wassertherapie wird eingesetzt bei verschiedensten Erkrankungen, die mit muskulären Verspannungen, Gelenkver-änderungen oder anderen Spannungszu-ständen einhergehen.

Besonders ist zu erwähnen, dass sich diese Form der Körpertherapie als hervorragen-de Ergänzung zur Geburtsvorbereitung erwiesen hat.

Aber auch in der Arbeit mit älteren Menschen und Kindern findet diese Technik sinnvolle Anwendung.

 
     
  Psychotherapie

Bestimmte psychische Spannungszustände können gut über die Arbeit im Wasser gelöst werden.

Das Halten und die geborgene, sichere Umgebung hilft an tiefe Gefühle zu gelangen und lange Ver-schüttetes zu verarbeiten.

Eine therapeutische Ausbildung des Behandlers ist hier zwingende Voraussetzung und das Aqua-handling ein Werkzeug der Therapie.

     
Geeignet ist das Integrative Aquahandling für körperlich und seelisch gesunde Menschen jeden Alters.

Sollte eine Erkrankung vorliegen, ist es wichtig mit dem Therapeuten zu besprechen, ob diese Form der Körperarbeit durchgeführt werden darf. Das Aquahandling kann eine ärztliche Behandlung unterstützend begleiten aber nicht ersetzen.